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Föderation der katholischen Familienverbände in Europa

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Pressemitteilung | Das europäische Parlament verurteilt klar jegliche Form von Leihmutterschaft

Brüssel, 17. Dezember 2015 

 

Flags StrasbourgIm „Jahresbericht über Menschenrechte und Demokratie in der Welt und über die Politik der Europäischen Union in diesem Bereich“ verurteilt das EU-Parlament die Praxis der Leihmutterschaft als“ gegen die Menschenwürde von Frauen gerichtet“. Ihr Körper und ihre reproduktiven Fähigkeiten würden dadurch wie eine Ware eingesetzt. 

Heute, stimmte das Europ. Parlament dem Paragraph 114 vollkommen zu, der die Praxis von Leihmutterschaft verurteilt, die die Menschenwürde von Frauen beeinträchtigt, da ihr Körper und ihre reproduktiven Funktionen als Handelsware verwendet werden. Dieser wurde  von MEP Cristian Dan Preda (EPP, Rumänien) erstellt und vom EP als Jahresbericht zur Menschenrechtslage in der Welt 2014 und zur Menschenrechtspolitik der Europäischen Union, verabschiedet.

Das Europ. Parlament ist der Auffassung, dass die Praxis von gestationeller Leihmutterschaft, die reproduktive Ausbeutung beinhaltet sowie die Nutzung des menschlichen Körpers für finanzielle oder andere Gewinne, speziell im Fall von schutzbedürftigen Frauen in Entwicklungsländern, verboten werden soll und in den in der Menschenrechtsgarantie enthaltenen Rechte mit großer Dringlichkeit behandelt werden soll .

FAFCE begrüßt die Position des Europ. Parlaments in dieser entscheidenden Frage ausdrücklich, die die Menschenwürde aller beteiligten Parteien betrifft, weil sie die physische und psychische Integrität von Frauen und Kindern untergräbt. Diese Position bestätigt die klare Position dieser Institution in dieser Angelegenheit, schon im Jahr 2011 verabschiedet, mit der Entschließung zu den Prioritäten und Grundzügen einer neuen EU-Politik zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen zu kämpfen und bestätigt das „ernste Problem von Leihmutterschaft, welches eine Ausbeutung des weiblichen Körpers und ihrer reproduktiven Organe darstellt. Mit dieser Resolution betonte das Europ. Parlament bereits, dass diese neuen reproduktiven Maßnahmen, wie Leihmutterschaft den Menschenhandel von Frauen und Kindern und illegale Adoptionen über die nationalen Grenzen hinweg erhöhen.

Nun überlegt das Europ. Parlament die Leihmutterschaft zu verbieten und dringende Beachtung findet bei Rechtsinstrumenten für Menschenrechte. Die Bedeutung dieser Resolution bemerken wir nun, wo einige Mitgliedsstaaten diese Agenda diskutieren und die Parlamentarische Versammlung des Europarats ebenfalls einen Bericht über Menschenrechte und ethische Fragestellungen in Bezug auf die Leihmutterschaft debattiert.

Wir möchten betonen, dass auch in pol. Gruppierungen, die dem Paragraph über Leihmutterschaft nicht zustimmten, viele MEPs diesen trotzdem unterstützten. „wir bedauern auch, dass im Text einige problematische Fragestellungen offen blieben, im Widerspruch zu den Grundsätzen von Subsidiarität und Menschenwürde. Dennoch sehen wir einige Wählerstimmen von heute als Zeichen von Hoffnung, anmerkend, dass es verschiedene Meinungen in diesen Fragestellungen innerhalb aller pol. Gruppierungen gib, sagt FAFCE’s Präsident Antoine Renard.

Die Aufforderung auf die Abschaffung der Todesstrafe hinzuarbeiten (par. 87), und die klare Positionierung für das Verbot der Leihmutterschaft, die in der verabschiedeten Resolution zum Ausdruck gebracht wurde, sind gute Neuigkeiten, für die wir dem Europ. Parlament gratulieren möchten.

Wir fordern die EU Institutionen auf, Folgemaßnahmen zu ergreifen um systematisch Leihmutterschaft im Dringlichkeitsverfahren zu behandeln, im Kampf gegen Menschenhandel für reproduktive Ausbeutung und in der Unterstützung von Mitgliedsstaaten um internationale Instrumente zu finden, die diese Praxis effektiv beenden können.

Zusammen können wir Leihmutterschaft stoppen!

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Telefon: +32 (0) 4 98 46 02 20 

Mail: FAFCE Föderation der katholischen Familienverbände in Europa

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