FAFCE

Föderation der katholischen Familienverbände in Europa

FAFCE Beitrag zu einer europäischen Säule der sozialen Rechte

2017 01 23 EPSR

 

Im Jahr 2015 kündigte der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, die Absicht an, eine Initiative zur Stärkung der sozialen Rechte in der Europäischen Union einzuleiten, um diese auch an die sich wandelnden Arbeitsmarktrealitäten anzupassen.

Daher hat die Europäische Kommission im März 2016 eine vorläufige Fassung der Europäischen Säule für soziale Rechte herausgegeben. Sie enthält 3 Hauptkategorien (Chancengleichheit und Zugang zum Arbeitsmarkt, faire Arbeitsbedingungen und angemessenen und nachhaltigen sozialen Schutz), die 20 politische Bereiche abdecken:  Von der Erziehung zur Arbeitsmarktpolitik, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und Sozialleistungen.

Das von der Kommission erstellte Dokument fungierte als Ausgangspunkt für eine europaweite Umfrage von Behörden, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Bürgern, die von März bis Dezember 2016 dauerte.

Die Europäische Säule der sozialen Rechte ist eine gute Gelegenheit, familienfreundliche Politik zu fördern, die auf die wahren Sorgen von Familien eingeht.  FAFCE nahm an der öffentlichen Umfrage teil und betonte die Notwendigkeit, ein angemessenes Gleichgewicht zwischen Beruf und Familie zu fördern, das zum Familienzusammenhalt beiträgt und die Europäer dazu anregen kann, mehr Kinder zu haben. Dies könnte gewährleistet werden durch einen gemeinsamen wöchentlichen Ruhetag, durch Mütter- und Väterkarenz und Pflegeurlaub, der flexibel genug ist um auf die verschiedenen Bedürfnisse von Familien einzugehen.

Das Europäische Parlament war auch aufgerufen, sich zu dem Vorschlag der Kommission zu äußern und hat seinen Bericht am Donnerstag, den 19. Januar 2017, genehmigt. Alle diese Beiträge sollen informieren, damit weitere Arbeiten von der Kommission durchgeführt werden können, die konkrete Handlungsansätze zur Europäischen Säule der Sozialen Rechte im März 2017 präsentieren.

FAFCE wird dieses Thema weiterhin überwachen, die Stimme für die Familien erheben und familienfreundliche Maßnahmen fordern.

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