FAFCE

Föderation der katholischen Familienverbände in Europa

Pressemitteilung | Polnische Abgeordnete, nur keine Angst! Europa braucht Euer Beispiel für eine Kultur des Lebens

Brüssel, 4. April 2018
 

T21 echographie
Der Verband der Katholischen Familienorganisationen in Europa FAFCE hat der polnischen Bürgerinitiative #StopAbortion ("Zatrzymaj Aborcję"), die mit einem Legislativvorschlag eugenische Abtreibung verbieten lassen will, volle Unterstützung zugesichert.

Vor dem wachsenden internationalen und medialen Druck bekräftigt FAFCE die Unterstützung für diese Bürgerinitiative. FAFCE verweist dabei auf das Subsidiaritätsprinzip und das Recht auf Leben für alle Menschen. Jedes menschliche Leben zählt: Eine Gesellschaft, die die Menschenwürde wirklich respektiert, heißt alle Kinder willkommen, besonders aber die Schwächsten und Wehrlosen, wie ungeborene Babys, die aufgrund einer Krankheit oder fetalen Anomalien von Abtreibung betroffen sind. Bereits im vergangenen Jahr wurde in Polen ein "Plan for Life" (ein Plan für das Leben) umgesetzt, der finanzielle Unterstützung bei der Geburt eines behinderten oder schwerkrankes Kind vorsieht.

FAFCE-Präsident Antoine Renard erklärt: "die sogenannten Verteidiger von Menschenrechten und Experten, die wissenschaftliche Fakten über den Beginn des menschlichen Lebens ignorieren, verdienen nicht wirklich die Aufmerksamkeit polnischer Entscheidungsträgern. Im Gegenteil: mit der Verabschiedung des #StopAbortion-Gesetzes würden die Parlamentarier beispielhaft ein Zeichen für ganz Europa setzen." Anlässlich des Welt-Down-Syndrom-Tags, der vergangene Woche im Europäischen Parlament begangen wurde, wurde daran erinnert, dass in Großbritannien, Island und Dänemark mehr als 90% der Babys mit Down-Syndrom abgetrieben werden.

Eine Legislativinitiate wie #StopAbortion ist nicht nur in Polen sondern auch in vielen anderen Ländern im Einklang mit den jüngsten Kommentaren des UN-Ausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen wünschenswert, wo es heißt: "Gesetze, die eine Abtreibung ausdrücklich aufgrund einer Behinderung erlauben, verletzen die Konvention der Rechte von Menschen mit Behinderungen".

FAFCE weist daraufhin, dass dieser Gesetzesentwurf auf eine Bürgerinitiative zurückgeht, die rund 830.000 Unterschriften sammeln konnte, was weit über das Minimum von 100.000 Unterstützern für eine Gesetzesinitiative dieser Art hinausgeht. FAFCE will, dass diese Stimmen in Europa gehört werden, denkt dabei an Eltern, die in aller Stille und fern ab von medialem Lärm und Straßendemos ein krankes Kind aufziehen und pflegen, was eine Bereicherung für unsere gesamte Gesellschaft darstellt: ihnen gilt unsere Unterstützung und Mitgefühl. Sie brauchen keinen Staat, der sie vielleicht an der Geburt ihres Kindes gehindert hätte sondern einen Staat, der Leben in all seinen Entwicklungsstufen respektiert und die Forschung zur Bekämpfung von Krankheiten und zur Verbesserung von Lebensqualität stärkt.

FAFCE ruft alle politischen Führungspersönlichkeiten Polens auf, dem Anliegen der Bürgerinitiative zu folgen und sich nicht von externen Kräften und nationalem Lobbying verunsichern zu lassen, die eine Kultur des Lebens bekämpfen. Europa braucht dringend ein Beispiel für eine Kultur des Lebens.

 

Kontakt:
Nicola Speranza, Generalsekretär
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