FAFCE

Föderation der katholischen Familienverbände in Europa

"Was würden Sie sich für jedes Kind wünschen: ein gesichertes Lebensumfeld oder eine Kulturrevolution?" fragt FAFCE Präsident in BBC Radio

Am Sonntag, dem 10. Februar 2013, erklärte FAFCE-Präsident Antoine Renard im BBC Radio, warum und weshalb die Ehe zwischen Mann und Frau die Rechte des Kindes schützt und warum das Thema der Filiation im Mittelpunkt der gegenwärtigen Debatte um die Homo-Ehe in Frankreich steht.

Sie können seinen Beitrag nachfolgend nachlesen. 

Antoine Renard, Präsident der Föderation der Katholischen Familienverbände in Europa, FAFCE, Präsident der Confédération Nationale des Associations Familiales Catholiques, CNAFC, Frankreich


Liebe Hörer,

Diese Woche ist die Internationale Woche der Ehe, eine Initiative die in Großbritannien im Jahr 1997 gegründet wurde, um die Ehe zu feiern.

Ob Sie nun in Großbritannien oder in Frankreich leben, die Ehe ist ein heißes Thema, nämlich wenn es darum geht festzustellen, was Ehe eigentlich ist. Das britische House of  Commons hat gerade vor einigen Tagen begonnen, sich mit der Gesetzesvorlage zur gleichgeschlechtlichen Ehe zu beschäftigen,  während die Französische Erste Kammer, die Nationalversammlung, seit vergangenem Samstag den Gesetzentwurf  Tag und Nacht debattiert.  Die Zähigkeit der Französisch Debatte beweist, wie wichtig dieses Thema für alle ist, ob man nun für die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau ist oder nicht.

Tatsächlich ist die Ehe das Fundament der Gesellschaft. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte besagt, dass "die Familie die natürliche und fundamentale Einheit der Gesellschaft ist und den Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat hat". Die Familie hat ihren Ausgangspunkt in der Beziehung, die beide Eheleute verbindet. Weiter heißt es, dass Mann und Frau das Recht haben zu heiraten;  ich will diese Unterscheidung explizit machen, denn der ursprüngliche Text der Erklärung war auf Französisch verfasst und darin ist die Rede von  "l'homme et la femme". Die Erklärung spiegelt eine universelle Realität wieder, wohingegen die englische Übersetzung nicht die ganze Realität wiedergibt, und auch die Französisch Regierung diese Realität nicht zu verstehen scheint…

Die Debatte in Frankreich zeigt, dass eine Reflexion über die Ehe nicht von einer Reflexion über die Abstammung getrennt werden kann. Abstammung steht im Mittelpunkt der Debatte, da die Französische Regierung nicht nur vorgeschlagen hat, die Ehe um zwei Personen des gleichen Geschlechts zu erweitern, sondern ihnen auch das Recht auf Adoption zuzusprechen. Der Zusammenhang zwischen Adoption und Ehe ist keineswegs zufällig.

Die Ehe ist dazu bestimmt, das Kind und die Ehepartner zu schützen, es handelt sich dabei um eine gesellschaftliche Institution und nicht um ein Recht. Der schützende Charakter der Rechte und Pflichten in der Ehe zwischen Mann und Frau institutionalisiert, ist die Treue: sie stellt eine Garantie für das primäre Interesse des Kindes dar: sie erlaubt dem Kind zusammen mit seinem oder ihrem Vater und Mutter aufzuwachsen, wohlwissend, dass es von ihnen geliebt wird.

Wie stark der Wunsch nach Familiengründung auch ist, ein Wunsch, der der gemeinsamen Neigung von Mann und Frau entspricht, so muss das Interesse des Kindes an erster Stelle stehen. Dieser Grundsatz wird in Artikel 3 der Kinderrechtskonvention bestätigt: "Bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen (...) ist dem Wohl des Kindes Vorrang zu geben."

Die meisten von uns kennen jemanden, der adoptiert wurde oder, ohne seine leiblichen Eltern zu kennen, aufgewachsen ist. Ich glaube, niemand würde bestreiten, dass das Leid dieser Menschen auf der Suche nach ihren Wurzeln groß ist. Abstammung ist ein Teil der Geschichte eines jeden von uns. Sie ist "ein wesentliches Element der Identität eines jeden einzelnen, auf biologischer  als auch auf sozialer und rechtlicher Ebene" *: nicht nur in biologischer, noch in rein erzieherischer Hinsicht. Deshalb besagt die Kinderrechtskonvention, dass "das Kind so weit als irgend möglich das Recht hat, seine Eltern zu kennen und von ihnen betreut zu werden." Beraubt man ein Kind dieses Rechts und der inneren Verbindung, auf denen es gegründet, setzt man den Zusammenhalt der Gesellschaft einer schweren Belastung aus.

Die Gesellschaft darf sich nicht ihrer Pflicht entziehen, ihre verwundbarsten Mitglieder zu schützen.

Würden Sie das tun?

Ich lade Sie dazu ein, Ihre persönlichen Wünsche, Meinungen und Emotionen  zur Seite zu legen und sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen, um darüber nachzudenken, was Sie sich für jedes Kind wünschen würden:

eine sichere Umgebung oder eine Veränderung der Zivilisation, wie vom französischen Justizminister  versprochen?

KONTAKT

Telefon: +32 (0) 4 98 46 02 20 

Mail: FAFCE Föderation der katholischen Familienverbände in Europa

19 Square de Meeus B-1050 Brüssel/Belgien

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