FAFCE

Föderation der katholischen Familienverbände in Europa

Das "Erdbeben" eines Down Babys. "Wieder einmal Vater geworden und ich fühle mich endlich wie ein Sohn."


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Der vorliegende Artikel wurde ursprünglich in der italienischen Zeitung "Avvenire" abgedruckt. Es ist der Bericht von Gigi De Palo, Präsident des FAFCE-Mitgliedsverbandes "Forum delle Associazioni Familiari".

 

 

 

 

 

Ich fühle mich wie in einem Traum. Ich verstehe noch immer nicht, was passiert ist, aber es gibt da einen Strudel neuer Empfindungen in meinem Herzen, den ich nicht erklären kann. Aufruhr und Verwirrung, ein seltsamer Druck, den ich nicht erwartet hatte, bestimmt diese denkwürdigen Tage. Giorgio Maria hat mein Leben schon verändert. Er ist nicht nur ein Kind mit Down-Syndrom, er ist ein Erdbeben, das meine Sicherheiten niederreißt.

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Pressemitteilung | Bukarest: Internationales Seminar für eine erneuerte Familienpolitik

20180215 120107Bukarest, 16. Februar 2018
 
Die Föderation der katholischen Familienverbände in Europa (FAFCE) und ihr rumänischer Mitgliedsverband "Vladimir Ghika", führten gestern eine Tagung im rumänischen Senat zum Thema  "die Familie im Zentrum der Wirtschaft" durch.

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Familienpolitik: Eine unverzichtbare und wichtige Riese im Sozialrecht

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Am 11. September 2017 hat der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) in Brüssel eine formelle Anhörung abgehalten zum Thema: ‚Der Einfluss der sozialen Dimension und der Europäischen Säule sozialer Rechte auf die Zukunft der Europäischen Union‘.

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Eine familienorientierte Kulturrevolution

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Kardinal Gualtiero Bassetti ist Erzbischof von Perugia (Italien) und seit Mai 2017 Präsident der Italienischen Bischofskonferenz. Vor kurzem mischte er sich in die öffentliche familienpolitische Debatte mit einem Artikel im Wochenmagazin des L'Osservatore Romano ein. Darin schreibt er, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein zentrales Thema für das Italien von heute und morgen sei. Angesichts der zahlreichen Herausforderungen für junge Menschen sei der Moment gekommen, um die Organisation von  Arbeit unter dem Gesichtspunkt von Familienfreundlichkeit zu überdenken: "Wir brauchen eine effiziente Arbeitsorganisation für die Wirtschaft, die den Familien von heute das wertvollste Gut überhaupt bieten kann, nämlich Zeit“.

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Ansprache von Papst Franziskus anlässlich der Privataudienz von FAFCE

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Vatikan, 1. Juni 2017

 

Antoine Renard, FAFCE-Präsident : 

Heiliger Vater,

mit großer Dankbarkeit versammeln sich heute die Mitglieder der Europäischen Föderation der katholischen Familienverbände nach drei Tagen der Reflexion und des Gebets anlässlich des unseres 20-jährigen Jubiläums vor Ihnen. Wir befinden uns am Ende des Marienmonats Mai, in dem wir auch den 60. Jahrestag der Römischen Verträge und den 100. Jahrestag von Fatima begangen haben. Vor einem Jahr trafen sich die FAFCE-Mitgliedsverbände in Fatima, wo wir unsere Arbeit der Heiligen Jungfrau Maria anbefohlen haben; gestern feierten wir Gottesdienst in Santa Maria Maggiore vor dem berühmten Gnadenbild, wo sich schon seit Menschengedenken die Gläubigen mit ihren Anliegen versammeln.

Nicht Experten oder Familientheoretiker stehen hier vor Ihnen sondern demütige Männer und Frauen, die nach Wegen suchen, auf denen sie Familien in ihrem täglichen Leben durch gegenseitige Hilfe, Teilen und Handeln begleiten können. Sie gehen den Schwierigkeiten, den Mühen und Leiden nicht aus dem Weg, sondern sind Zeugen der Liebe, die lebendige Zelle unserer Gesellschaft ist. Im Namen der Liebe bemühen sich die Mitgliedsverbände von FAFCE, die Tugenden der Familie in ihrem Kontakt mit politischen Mandatsträgern sichtbar werden zu lassen und fordern diese auf, den großen Schatz den Familien für unsere Gesellschaft im Schöpfungsplan Gottes darstellen, in ihrem Handeln Rechnung zu tragen. Wir danken Ihnen, Heiliger Vater, für die Schriften, Laudato Si 'und Amoris Laetitia, mit denen Sie das Evangelium der Freude in einen aktuellen Kontext stellen, die unsere Überlegungen und unser Handeln - wie alle Lehren der Kirche - inspirieren.

Immer wieder bitten Sie, Heiliger Vater, dass wir für Sie beten mögen.  Seien Sie versichert, dass wir für das unermüdlichen Gebet von Familien für Sie und unsere Kirche stehen.

In dieser Zeit zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten wenden wir uns voll Hoffnung an Sie, Heiliger Vater, wie sich auch die Aposteln an Christus gewandt haben:"Meister, zeig uns den Weg in das Reich des Vaters".

 

Ansprache von Papst Franziskus anlässlich der Privataudienz von FAFCE

 

Liebe Brüder und Schwestern,


ich begrüße Euch, liebe Familien, die Ihr das 20jährige Jubiläum dieser Föderation begeht, ganz herzlich und ich danke Eurem Präsidenten, Antoine Renard, für seine freundlichen Worte. Zwanzig Jahre sind noch nicht so eine lange Zeit, um schon eine Bilanz zu ziehen, aber sie geben Anlass, dem Herrn für die Energie und die Begeisterung zu danken, mit der Ihr Euch täglich engagiert. Euer Verband, „jung“ im Geist und an Jahren, ist dazu aufgerufen, andere für den Dienst an den Familien zu gewinnen, damit die Familie weiterhin als wertvollster Schatz in Europa angesehen wird. Dieses Bild des „Schatzes“ zeigte sich bei Eurem gestrigen Treffen, das Familien aus vielen europäischen Ländern nach Rom geführt hat. Es ist ein Bild, das die Wertschätzung, die wir alle den Familien entgegenbringen sollten, gut widerspiegelt. Familien sind aber keine Ausstellungsstücke in Museen, sondern durch sie nimmt die Gabe in der gegenseitigen Verpflichtung, dem Offensein für Kinder sowie im Dienst an der Gesellschaft Gestalt an. Familien sind deshalb wie ein Sauerteig, der zu einer menschlicheren und brüderlichen Welt führt, in der niemand sich abgelehnt oder verlassen fühlt.


1. Eure vielfältigen Aktivitäten lassen sich zusammenfassen als ganzheitlicher Dienst an der Familie, der grundlegenden  elle der Gesellschaft, wie ich kürzlich anlässlich des 60. Jahrestages der Römischen Verträge vor den Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union sagte. Eure Arbeit, sowohl im kirchlichen als auch im gesellschaftlichen Bereich, könnte auf den ersten Blick als Reaktion auf verschiedene unterschiedliche Bedürfnisse verstanden werden. Jedoch bezieht sie sich auf den Dienst an der Familie, verstanden als Frohe Botschaft. In Amoris Laetitia wollte ich zeigen, wie wir ausgehend von der Familie die Gabe durch die Schönheit und die Freude an der gegenseitigen Liebe konkret machen können. Von dieser Sichtweise ausgehend, sollte Eure Tätigkeit dabei helfen, jeden daran zu
erinnern, dass es für den wesentlichen Fortschritt der Gesellschaft kein besseres Mittel als die Anwesenheit der Familien im sozialen Gefüge gibt. Nach wie vor ist die Familie die Basis der Gesellschaft und sie bleibt die angemessenste Struktur, um das für die ständige Entwicklung der Menschen notwendige Gemeinwohl zu garantieren. Ich wollte hervorheben, dass die Einheit der Familienmitglieder und ihr solidarisches Engagement innerhalb der Gesellschaft dem Gemeinwohl und dem Frieden, auch in Europa, dienen. Die Familie stellt die interpersonale Beziehung par excellence dar, denn sie ist eine Gemeinschaft von Personen. Eure Beziehungen als Eheleute, Väter und Mütter, Söhne und Töchter sowie Geschwister ermöglichen es jedem Menschen, einen Platz in der Menschheitsfamilie zu finden. Die Art und Weise, diese Beziehungen zu leben, wird von dieser Gemeinschaft vorgegeben, der treibenden Kraft der wahren Humanisierung und Evangelisierung. Mehr als je zuvor sehen wir die Notwendigkeit einer Kultur der Begegnung, die die Einheit in der Vielfalt, die gegenseitigen Beziehungen (Reziprozität) und die Solidarität zwischen den Generationen verstärkt. Dieses „Familienkapital“ ist dazu bestimmt, die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Beziehungen auf dem europäischen Kontinent zu durchdringen. Das „Familiensein“, das Ihr verbreiten wollt, unterliegt nicht einer zufälligen Ideologie, sondern basiert auf der unantastbaren Würde des Menschen. Auf der Grundlage
dieser Würde kann Europa zu einer wahren Völkerfamilie werden (vgl. Ansprache an das Europaparlament, Straßburg, 25. November 2014).

2. Zurzeit entstehen in Europa Krisen unterschiedlichster Art, nicht zuletzt auch innerhalb der Institution der Familie. Krisen bieten jedoch einen Ansporn, voller Vertrauen und Hoffnung mehr und besser zu arbeiten. Ich kenne unter anderem Eure Initiativen zur Förderung konkreter politischer Maßnahmen zugunsten der Familie im wirtschafts- und beschäftigungspolitischen Bereich, mit dem Ziel für alle eine würdige und passende Arbeitsstelle zu beschaffen, besonders für die jungen Leute, die in vielen Teilen Europas unter dem Übel der Arbeitslosigkeit leiden. Bei diesen Initiativen sowie bei allen anderen, die sich direkt auf den legislativen Bereich beziehen, sollten der Respekt und die Achtung der Menschenwürde einer jeden Person immer Vorrang haben. In diesem Sinne schließt die Kultur der Begegnung immer eine Bereitschaft zum Dialog ein, bei dem das Zuhören stets notwendig ist. Möge Euer Dialog immer auf Tatsachen, Zeugnissen, Erfahrungen und Lebensweisen beruhen, die noch aussagekräftiger als Eure Reden und Initiativen sind. Dies ist unverzichtbar, wenn die Familien die wichtige Rolle übernehmen wollen, die ihnen mein Vorgänger, der heilige Johannes Paul II. zugewiesen hat (Familiaris Consortio, 44). Gegenwärtig wird Europa mit Krisen in vier verschiedenen Bereichen konfrontiert: dem demografischen Wandel – „demografischen Winter“ -, der Migration, der Beschäftigung und der Bildung. Diese Krisen könnten in der Kultur der Begegnung ein positives Ende finden, falls verschiedene soziale, wirtschaftliche und politische Akteure sich zusammenschlössen, um eine familienfreundliche Politik zu entwickeln. Auf diesen vier Gebieten habt Ihr schon Anstrengungen unternommen, um familiengerechte Antworten zu finden, denn in der Familie seht Ihr eine Quelle und eine Verbündete für den Menschen und sein Umfeld. In diesem Sinne wird Eure Aufgabe häufig darin bestehen, einen konstruktiven Dialog mit den verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren zu initiieren, ohne Eure christliche Identität zu verbergen, denn sie wird Euch ermöglichen, immer über den Anschein und den Augenblick hinauszusehen. Wir Ihr schon betont habt, erfordert die Kultur der Kurzlebigkeit eine auf die Zukunft ausgerichtete Erziehung.

3. Um diese anspruchsvolle Aufgabe zu erfüllen, darf die Familie nicht isoliert wie eine Monade bleiben, sondern sie muss aus sich selbst herausgehen, sie muss die Begegnung und den Dialog mit anderen suchen, um eine Einheit aufzubauen, die nicht mit Uniformität gleichzusetzen ist, die Fortschritt erzeugen und das Gemeinwohl fördern kann. Liebe Familien, Ihr habt viel von Euren Vorfahren bekommen. Durch ihr Andenken werden wir ständig daran erinnert, dass wir bei der Entwicklung von Initiativen über und für die Familie der Weisheit des Herzens und nicht nur dem reinen Sachverstand folgen müssen. Sie sind unser Gedächtnis und die jungen Generationen führen Euch die Verantwortung vor Augen, der Ihr Euch stellen müsst. Geleitet von dieser Weisheit zeigt sich Euer Dienst an der Heiligkeit des Lebens zum Beispiel in dem Bündnis zwischen den Generationen und in dem Dienst an allen, besonders an den Bedürftigsten, den Menschen mit Behinderung und den Waisenkindern. Er zeigt sich in der Solidarität mit Migranten, in der Kunst einer Erziehung voller Geduld, die jeden jungen Menschen für der ganzen Liebe der Familie würdig hält, im Schutz des ungeborenen Lebens, das noch keine Stimme hat, und in der Schaffung würdiger Lebensbedingungen für die älteren Menschen. Die Arbeit, die vor Euch liegt, ist umfangreich und komplex. Doch wenn Ihr Euren Verband stärkt und andere Familien dazu einladet, sich Euch anzuschließen, wird Eure Aufgabe leichter werden, denn Einigkeit macht stark. Euch fällt die Aufgabe zu, der Sauerteig zu sein, der den anderen zeigt, wie man zusammenarbeitet, wobei man berechtigte Unterschiede und Ansätze respektiert.

4. Abschließend ermutige ich Euch, kreativ neue Methoden und Ressourcen zu entwickeln, damit die Familie sowohl im kirchlichen als auch im gesellschaftlichen Bereich die folgenden drei Aufgaben erfüllen kann: die jüngere Generation zu unterstützen, andere auf den häufig unebenen Wegen des Lebens zu begleiten und auf Werte und Bedeutungen im Alltag hinzuweisen. Diese dreifache Mission kann ein spezieller Beitrag sein, den Eure Föderation durch ihren täglichen Dienst für die Familien in Europa leistet. Ich segne Euch, begleite Euch mit meinem Gebet und bitte um die Fürsprache der Heiligen Familie von Nazareth. Außerdem bitte ich Euch, nicht zu vergessen, für mich zu beten. Danke.

 

Übersetzung: Xinia Picado Maagh-Katzwinkel

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