FAFCE

Föderation der katholischen Familienverbände in Europa

Pressemitteilung | Die Familie, Hoffnung für Europa

Brüssel, 16. Juli 2015

Vor einem Jahr begann die neue Legislaturperiode des Europäischen Parlaments in Straßburg. Statt der erwarteten Vorschläge für die Achtung eines jeden Menschen, wie so oft im Wahlkampf gefordert, mussten wir während der vergangenen 12 Monate bei einer Vielzahl von politischen Aktionen eine Tendenz zur Kenntnis nehmen, gewisse widersprüchliche Vorstellungen vom menschlichen Leben und der Beziehung von Frau und Mann aufzudrängen.  Wir erinnern uns an den Tarabella, Panzeri und Noichl-Bericht, die in letzter Zeit unter enormen Spannungen verabschiedet worden waren;  Anfang September wird sich das Europäische Parlament  erneut mit zwei Berichten sehr tendenziösen Inhalts  befassen müssen.

Weiterlesen: Pressemitteilung | Die Familie, Hoffnung für Europa

Pressemitteilung | Welche Vision haben wir von der Zukunft Europas? Bei kritischen Themen verstärkt sich die tiefe Kluft im Europäischen Parlament

Straßburg, 10. Juni 2015

Gestern hat das Europäische Parlament den Bericht des Frauenausschusses (FEMM) zur EU-Strategie für die Gleichstellung von Frauen und Männern nach 2015 verabschiedet, der ursprünglich von Maria Noichl (S & D, Deutschland) ausgearbeitet worden war.Wie wir in unserem Schreiben vor der Abstimmung an die Mitglieder des Europäischen Parlaments erklärt hatten, geht der verabschiedete Text deutlich über die Verträge hinaus und verstößt gegen das Subsidiaritätsprinzip bei äußerst sensiblen Themen. Ein Verstoß, der für die EU-Bürgerinnen und -Bürger nicht unerheblich ist...

Es handelt sich dabei zwar um einen Initiativbeschluss ohne rechtlich bindende Konsequenzen für die Mitgliedstaaten.Trotzdem müssen wir feststellen, dass es seit Beginn des laufenden Mandats im Europäischen Parlament, eine deutliche Zunahme politischer Handlungen dieser Art gibt, die dazu tendieren, die Beziehungen von Frauen und  Männern mit einer bestimmten konfliktiven  Sichtweise zu belegen, anstatt die Achtung der Würde aller anzustreben.


Der Bericht über den Fortschritt bei der Gleichstellung von Frauen und Männern in der EU im Jahr 2013, der seitens des letzten Parlaments für das Jahr 2012 im Jahr 2014 abgelehnt worden war, wurde am 10. März verabschiedet, mit der Forderung auf ein Recht auf Abtreibung (§47).  Zwei Tage später wurde der Bericht zum Jahresbericht über Menschenrechte und Demokratie in der Welt 2013 und die Politik der Europäischen Union in diesem Bereich auch verabschiedet, mit einer noch stärkeren Forderung nach einem "Recht auf Abtreibung" (§136), und dem Druck auf die Mitgliedstaaten, die gleichgeschlechtliche Ehe anzuerkennen (§162).

Gestern, mit dem von Maria Noichl ursprünglich entworfenen Bericht, empfiehlt das Europäische Parlament zum aller ersten Mal überhaupt, „dass, da die Zusammensetzung und die Definition von Familie im Laufe der Zeit Änderungen unterworfen sind, die Rechtsvorschriften von Familie und Beruf hinsichtlich (…) der Regenbogenfamilie "(§ 31) umfassender geregelt werden sollten.Nicht nur, dass diese Themen unter die nationale Zuständigkeit fallen, sie sind zudem auch äußerst sensibel und unter den Mitgliedstaaten gibt es keinen Konsens. Im Gegenteil: eine wachsende Erregung ist spürbar mit Blick auf den sozialen Frieden in Europa, die eine tiefe Kluft zwischen den Bürgerinnen und Bürgern einerseits und ihren gewählten Vertretern auf nationaler und europäischer Ebene andererseits reißt.

Darüber hinaus sind wir nicht sicher, dass dies im besten Interesse unserer Kinder geschieht und im Einklang mit den internationalen Übereinkommen zum Schutz der Kinderrechte steht.  Gestern hat das Europäische Parlament unter Beifall wieder einmal das Recht auf Abtreibung gestärkt (§ 52, § 68, § 72) und auch „die Kommission aufgefordert, die Mitgliedstaaten zu ermutigen, (medizinische) Fruchtbarkeit zu unterstützen  und eine Diskriminierung beim Zugang auf Kinderwunschbehandlungen und assistierter Reproduktion (§ 59) zu beenden. Dabei sollte jedweder Bezug auf Kinder, die in voller Absicht ihrer biologischen Eltern beraubt werden, vermieden werden  und die Tür für jedwede Art assistierter Reproduktion geöffnet werden, einschließlich der Leihmutterschaft, folgt man der Logik "Zugang für jedwede assistierte Reproduktion". Am Montag, zum Ende der ersten Aussprache, bestritt Maria Noichl, dass der Text Hinweise auf  Leihmutterschaft enthält und vergaß dabei, dass es sich bei Leihmutterschaft um eine logische Folge der Liberalisierung assistierter Reproduktion handelt. Ja, diese Studie impliziert leider die Unterstützung von Leihmutterschaft.


Aber etwas ändert sich: die Mitglieder des Europäischen Parlaments sind nicht alle auf gleicher Linie, und die gestrige  Abstimmung machte deutlich: dass es eine starke und wachsende Opposition gegen diese ideologische Sichtweise gibt, die vom Alltag vieler Frauen und Männer weit entfernt ist. Viele Abgeordnete rügen die Tatsache, dass Berichte aus dem FEMM "regelmäßig manipuliert werden, um dann zu einem Nährboden der Verschmelzung von Überschneidungen von einem oder mehreren Themen im Zusammenhang mit der Gleichstellung von Frauen und Männern werden  und dort ungestört aufgehen“ (Daniela Aiuto, EFDD, Italien). Viele lehnen es ab, dass die Europäische Kommission an die Stelle der Mitgliedstaaten in Fragen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit tritt (siehe z.B. die Abstimmungserklärung von Marian Harkin, ALDE, Irland). Viele glauben fest an das Subsidiaritätsprinzip, denn "nicht jedes Problem in Europa ist  auch ein Problem für Europa", wie Angelika Niebler (EVP, Deutschland) sagt.

Die große Zahl der Enthaltungen (81) und die Zahl der Gegenstimmen aus politischen Gruppen(S & D, Grüne / EFA, GUE-NGL, ALDE), die diesen Bericht stark unterstützen, zeigen nachdrücklich, dass die europäischen Bürgerinnen und Bürger in Brüssel und Straßburg in der Tat vertreten sind: dennoch bedeutet das erhebliche Arbeit im kulturellen Bereich und ein langjähriges Engagement für eine Europäische Union, die das Leben und die Familie achtet. "Bei diesen Fragen“ – so der FAFCE-Präsident Antoine Renard – „gibt es keinen rechten und linken Flügel, was uns viele glauben machen wollen, sondern unterschiedliche Auffassungen quer durch alle politischen Parteien“. FAFCE wird ihren Auftrag auch in Zukunft wahrnehmen und die Interessen der europäischen Familien in Brüssel und Straßburg vertreten.


 

Kontakt: Maria Hildingsson, Generalsekretärin

+32 4 70 20 39 18

This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

 

Pressemitteilung | Die Intergruppe für familienfreundliche Politik hat sich im Europäischen Parlament rekonstituiert

Brüssel, 8. April 2015

Vergangene Woche wurde die Intergruppe für aktives Altern, generationsübergreifende Solidarität und familienfreundliche Politik beim Europäischen Parlament offiziell registriert. Diese Intergruppe teilt sich in zwei Untergruppen: eine setzt sich mit aktivem Altern auseinander und wird von Herrn van Nistelrooij (EVP – Niederlands) koordiniert, die andere beschäftigt sich unter dem Vorsitz von Frau Zaborska (EVP – Slowakei) mit familienfreundlicher Politik. Das Thema generationenübergreifende Solidarität wird als Querschnittsthema von beiden Gruppen gemeinsam bearbeitet. FAFCE begrüßt die Rekonstitution von offiziellen Strukturen, die sich für eine familienfreundliche Politik in der Legislaturperiode 2014-2019 beim Europäischen Parlament einsetzen, aufs herzlichste.

Im vergangenen Jahr erinnerten die EU-Mitgliedsstaaten und die internationale Gemeinschaft an den 20. Jahrestages des Internationalen Jahres für die Familie (1994-2014); die 8. EU-Legislaturperiode bietet daher ausgezeichnet Gelegenheit, die Beschlüsse des 20. Jahrestages des Internationalen Jahres der Familie auf EU-Ebene und in den Mitgliedsstaaten umzusetzen.

Weiterlesen: Pressemitteilung | Die Intergruppe für familienfreundliche Politik hat sich im Europäischen...

FAFCE-Treffen mit Henri Malosse, Präsident des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses

Henri_Malosse.jpgAm 1. April traf die Generalsekretärin von FAFCE, Maria Hildingsson, den Präsidenten des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA), Henri Malosse. Der Franzose vertritt seit 1995 den Handelssektor im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und hat seit 2013 den Vorsitz im ältesten europäischen Beratungsgremium inne – und das in Zeiten von Wirtschaftskrise und institutionellem Umbau.

Bei diesem inspirierenden Austausch erläuterte die Generalsekretärin die Aufgaben und Aktivitäten von FAFCE. Dabei unterstrich sie den Wunsch auf Umsetzung einer familienfreundlichen Politik in allen politischen Bereichen, die unter die Zuständigkeit der Europäischen Union fallen.  

Mit konkreten Vorschlägen arbeitet Henri Malosse an einer Europäischen Union mit mehr Bürgernähe und reagiert damit auf wirkliche Bedürfnisse: als konkretes Beispiel sei hier der Vorschlag des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses zur Zukunft von Dienstleistungsunternehmen genannt - ein großes EU-Thema - das darauf abzielt, eine Folgenabschätzung in der EU-Gesetzgebung zu implementieren.

Maria Hildingsson sagte:“Wir hatten eine großartige Zusammenarbeit mit dem letzten Präsidenten, Staffan Nilsson, und möchten dies auch in Zukunft mit seinem Nachfolger fortsetzen. Die jetzige Arbeit der EWSA beschränkt sich nicht auf rein beratende Funktionen, sondern EWSA tritt in vielen Bereichen für eine ganze Reihe von Werten ein, für die FAFCE steht“.

Heute ist der Tag der Kinderrechte

canstockphoto0158587Gemäß der allgemeinen Erklärung für Menschenrechte haben Kinder Anspruch auf besondere Fürsorge und Unterstützung.  Gemäß dem Übereinkommen über die Rechte des Kindes soll das Wohl der Kinder in allen Maßnahmen berücksichtigt werden, egal ob sie von öffentlichen oder privaten Einrichtungen der sozialen Fürsorge, Gerichten, Verwaltungsbehörden oder Gesetzgebungsorganen getroffen werden.

Weiterlesen: Heute ist der Tag der Kinderrechte

KONTAKT

Telefon: +32 (0) 4 98 46 02 20 

Mail: FAFCE Föderation der katholischen Familienverbände in Europa

19 Square de Meeus B-1050 Brüssel/Belgien

Ich möchte über die FAFCE-Aktionen informiert werden

Couldn't find list with id : 7054aa0bb2

youtube-icone-8916-128

twitter-icone-3703-128

facebook-icone-8470-128